Sonntag, 18. Mai 2014

Komplett gefülltes Wochenende

Ich hatte das ganze Wochenende über Besuch. Sarah, die ich Ende April in Sauðarkrókur besucht habe, kam Donnerstag Nacht zu mir und ist heute gefahren.

Nachdem ich ihr am Freitag-Vormittag die ganze Farm gezeigt, haben wir nach der Kaffeepause die Umgebung erkundet, und zwar sind wir noch weiter als Þórshöfn gefahren. Da war ich selber noch nie, da man dort mit unserem Volvo nicht fahren kann, dort wird ein Allrad-Auto gefordert.
Dort oben gibt es den sogenannten Stóra Karl, der große Kerl, wo sehr viele Vögel brüten. Es gibt dort auch eine Aussichtsplattform, die aber erst nächstes Wochenende eröffnet wird.
Die Fahrt dorthin war echt abenteuerlich. Hoch und runter, vor allem wenn es grad hochging war ich mir nicht immer sicher, ob da jetzt direkt danach eine Kurve kommt und ob das Auto den Hügel überhaupt schafft, hat er aber zum Glück immer. Dazu noch eine Brücke, in der ein Loch war, und einige Sandschleudern. Also kleine Stellen, an denen Sand ist und man deswegen kurz geschleudert wird. Also diese Strecke war wirklich der Hammer. Und wir waren uns nie sicher, ob wir denn schon da sind. Aber um 18:00 Uhr kamen uns zwei Autos entgegen, und es war nicht wirklich viel Platz, damit man nebeneinander fahren kann. Zum Glück waren genau da einige Stellen, an denen ich anhalten konnte. Da alle ja um 18:00 Uhr aufhören zu arbeiten, und die Autos ja bestimmt von der Plattform kommen, waren wir uns sicher, da es bald da ist. Und ich wäre beinahe vorbei gefahren. Es war nämlich überhaupt nicht ausgeschildert. Sarah hat dann zum Glück einen kleinen Teil der Plattform gesehen.

Stóra karl


diese Aussicht!!




Also für diese Aussicht hat sich diese Fahrt eindeutig gelohnt. 

Auf dem Rückweg haben wir dann nochmal bei dem alten Flugzeug angehalten. Schließlich gibt es nur zwei abgestürzte Flugzeuge auf Island, und das eine ist halt hier. 







Am Samstag waren wir dann beim Mývatn. Dem viertgrößten See Islands. Ich wusste, das er nicht so weit weg ist, wir sind fast 2,5 Stunden gefahren. Zum Mývatn wollte ich schon immer einmal, aber eigentlich im Juni und dann für ein ganzes Wochenende. Gut das ich noch nichts genaues geplant habe, der halbe Tag gestern hat nämlich genügt. Wir sind dann nach dem Mittag direkt losgefahren und wollten dann zu Dimmuborgir, einer Lavagesteinslandschaft, in der Elfe und Trolle wohnen sollen und auch die isländischen Weihnachtsmänner im Winter zu sehen sind.

Auf dem Weg sind wir an einem See vorbeigekommen, vor vielleicht 50 Jahren, ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie lange das her ist, gab es diesen See noch gar nicht. Er ist durch ein Erdbeben entstanden. Bei diesem Erdbeben ist der komplette Boden weggesackt.


Der Riss kommt auch vom Erdbeben und führt bis zum Mývatn.
Beim Mývatn haben wir dann überall nach dem Sehenswürdigkeiten-Symbol Ausschau gehalten, aber nur ein Schild gefunden, auf dem Dimmuborgir stand. So ein child, wie es auch jede Farm hat. Und oft ist es auch so, das es eine gleichnamige Farm zur Attraktion gibt. Also sind wir von der Farm ausgegangen. Wir dann weitergefahren und da dann nichts mehr kam, auf die Karte geschaut. Und wie wir festgestellt haben, waren wir schon fast auf der anderen Seite des Mývatns, obwohl wir so lange gar nicht gefahren sind. Also wieder zurück. Es gab dann keine gleichnamige Farm, dieses Schild hat zur Attraktion geführt.

die Entstehung dieser Lavagesteine










Weihnachtsmänner dürfen auch Fehler machen.


Kertasníkir hat ein deutsches Strickbuch!!


Zuhause ist es am Besten!

Wir sind dann den ganzen See einmal umfahren, schließlich ging das ja ganz schnell, wie wir vorher gemerkt haben. Da sind wir dann an Pseudo-Kratern vorbei gekommen.



In meinem Reiseführer war auch die Blaue Lagoone des Nordens angegeben, Jarðboðin. Doch keine Adresse und auch keinen richtigen Namen, nur eine Internetadresse. Aber dann haben wir ein Schild gesehen, mit dem selben Namen wie die Internetadresse. Wir waren zum Glück so schlau und haben unsere Schwimmsachen eingepackt und dann dahin.

Jarðboðin ist ein Naturbad mit türkisblauem, minerahlhaltigem Wasser, inmitten von Lava. Und es ist nicht ganz so bekannt wie die Blue Lagoon nahe Reykjavik, vor allem nicht im Mai. Mit rund 18€ ist es auch viel günstiger. Und es war einfach wunderbar. Nachdem man sich erst mal an den Schwefelgeruch gewöhnt hat, konnte man so richtig schön entspannen.



Wir hatten jetzt das Wochenende auch noch Besuch von Sirrys Cousine aus Húsavik. Und die hat ständig die Küche aufgeräumt. Wenn ich eine fremde Küche aufräume, und nicht weiß, wo einige Sachen hinkommen, dann packe ich die doch nicht irgendwo hin. Ich war fast den ganzen Nachmittag dabei, Sachen wieder zu finden. Besagte Cousine hat dann auch Eier gekocht. Den Namen des Vogels weiß ich gerade nicht mehr, aber um diese Eier zu sammeln, muss man an Klippen runterklettern. Also nichts für schwache Nerven.


Alle sagen, die schmecken so toll, aber irgendwie mochte ich die nicht. Das Eiweiß war nicht so kräftig weiß wie man das kennt, sondern so milchig. Und es hat beinahe wie ein Hühnerei geschmeckt. Ich mag das Eiweiß sowieso nicht ganz so gerne, das Eigelb finde ich einfach besser, aber in diesem Ei war auch soviel Eiweiß drin, und die Konsistenz davon war etwas anders als von Hühnereiern. Also nicht ganz so mein Fall.

Sonntag, 11. Mai 2014

Lämmer

Seit wenigen Tagen gibt es auch bei uns im Stall die ersten Lämmer. Gestern, als Júli den Schafen was gegen die Würmer gegeben hat, habe ich ein echt süßes Lamm gesehen: schwarze Beine und Kopf und weißer Körper. Heute habe ich dieses Lamm wieder gesucht, aber nicht gefunden. Also Sirry gefragt. Die grinst nur blöd. Das Lamm hatte ein falsches Fell. Ihm wurde das weiße Fell eines toten Lamms übergezogen, damit die Mutter das fremde Lamm annimmt. Aber da das Fell, weil es ja halt nicht "echt" ist, nach einer Weile stinkt, wurde das Lamm heute wieder ausgezogen. Daher konnte ich das auch nicht finden.
Die Mutter hat das fremde Lamm aber, nachdem das Lamm nur sein schwarzes Originalfell hatte, nicht mehr angenommen. Da musste eine andere Essatzmami her.


Sirry und Júli sind jetzt immer nachts im Stall, Júli bis 4:00 Uhr, Sirry löst ihn dann ab. Das heißt für mich: Ich muss zu Dagbjört gehen, wenn sie nachts schreit. Aber wenn sie nachts schreit, kommt Sirry und holt sie zu sich mit ins Bett. Was sollte ich dann machen? Sie in mein Bett holen? Mit ihr im Ehebett schlafen? 
Wir haben uns jetzt dafür entschieden, das ich im Ehebett schlafe, dann mit Dagbjört, da es nicht sicher war, ob sie mit nach unten in mein Bett will und ich so nicht die Treppe hochstolpern muss, und Sirry und Júli schlafen in meinem Zimmer. 

Dagbjört ist dann letzte Nacht um 3:00 Uhr aufgewacht und hat dann ständig geredet, mich gekitzelt und sonst was gemacht. Sie war länger als eine Stunde wach. Ich konnte dann halt auch nicht ganz so gut schlafen. Getreten hat sie mich dann auch noch später. Allgemein habe ich in der gesamten Nacht vielleicht fünf Stunden geschlafen. Sirry meinte, wir könnten das am Wochenende dann ja auch so machen, das ich Dagbjört dann immer zwischendurch habe, sofern sie will. Dann meinte ich aber, dass nächstes Wochenende ja vielleicht Sarah zu Besuch kommt. Dann will ich eigentlich ungerne noch auf Dagbjört aufpassen und nachts nach ihr schauen. Aber wir kriegen jetzt so viel Besuch, vielleicht kann dann ja jemand anders mal Sirrys Schicht ablösen.

Sirrys Schwester aus Norwegen ist mit ihren Kindern jetzt auch hier. Eigentlich haben die in Norwegen noch keine Ferien, aber gerade die Lammsaison ist so spannend und wichtig, das sie halt hergekommen sind. 

Jetzt steht auch gerade meine Gastcousine, die im nächsten Ort wohnt, hier neben mir in der Küche und macht Pfannkuchen. 

Wir haben jetzt Mitte Mai und gerade einmal 1°C. Ich werde mich NIE wieder über das deutsche Wetter beschweren. 

das Weihnachtsessen hat sich in unseren Garten verirrt


Samstag, 10. Mai 2014

Eurovision Song Contest

Heute Abend ist der Eurovision Song Contest. Es wird jeder, wirklich jeder, Isländer vor dem Fernseher sitzen. Die Isländer sind ESC-fanatisch. In fast jedem Haus wird eine Party geschmissen. Sirry meinte, als sie klein war, gab es am ESC-Finaltag auf jeden Fall Pizza. Jedes Jahr. So wird auch jetzt gerade Pizza zubereitet. Auch schon die Vorentscheide am Dienstag und Donnerstag haben sich die Kids begeistert angeschaut. Da haben sie Glück das wir zwei Stunden Zeitunterschied haben. So fing das in Dänemark um 21:00 Uhr an, hier aber um 19:00 Uhr. So konnten die Kids das nämlich sehen. Wäre das später gewesen, hätten sie nämlich im Bett sein sollen.

Mir ist gestern aufgefallen, dass ich vor 2010, also vor Lena, noch nie ESC geschaut habe. Warum auch? superRTL und KIKA war als Kind schließlich besser. Aber hier gibt es nur einen kostenfreien Fernsehsender. Da schaut man sich halt ESC an.
Es gibt einen Isländer, dem sagt man ein Jahr und ein Land und der kann dir Sänger, Titel und Platzierung nennen. Der ist so ESC-fanatisch. 

Ich wusste auch nicht, das Island 2009 sogar auf den 2. Platz gelandet sind. Ich habe mir das Lied angehört, aber sooo toll fand ich das jetzt auch nicht.

Also das Frankreich schlecht abschneidet, war klar. Letzter Platz. Aber für Deutschland habe ich so um die 50 Punkte erwartet ganz am Schluss waren sie dann ja bei 40. Nachdem sie fast die ganze Zeit nur auf 20 standen. Aber mit Österreich, 280 Punkten, konnten die eindeutig nicht mithalten.

Samstag, 3. Mai 2014

1. Mai

Zum 1. Mai haben, so wie in Deutschland, alle frei. Ist ja schließlich "Tag der Arbeit", auch hier in Island. Aber hier gibt es nicht die Tradition des Maibaumsetzens. Mal davon abgesehen, das es hier keine Bäume gibt. Am 1. Mai macht die Familie am Morgen meistens einen Spaziergang. Wir haben aber keinen gemacht.

Stattdessen ging es in den Schafstall. Die ersten Lämmer sind nämlich da. Die Lämmer, die früh dran sind, sind bei Axel im Stall und wir haben die Spätzünder. So können wir alle noch eine Woche schlafen, während Axel und Familie eine Woche eher durchschlafen können. Es muss nämlich rund um die Uhr jemand im Stall sein. Und als ich dann mit Dagbjört im Stall war, wollte sie erst ein Lamm haben. Also kam Axel mit einem Lamm auf dem Arm und dann wollte sie plötzlich doch nicht mehr.
Und Björgvin, 2 Jahre, Dabgjörts Cousin, der ist ein kleiner Chaot, hat dem einen Lamm seine Finger zum Schnuppern gegeben. Da blökt das Lamm und Björgvin rennt schreiend weg. Sonst erschreckt dem nichts so schnell.




Anschließend haben die Kids draußen noch ein bisschen "gebacken".




Und ich bin gerade dabei, Sirrys Garten zu verschönern. Das ganze Beet ist mit Gras zugewuchert. Ich habe was zu tun und Sirry freut sich, das sie es nicht machen muss. Sie hat ja sowieso kaum Zeit. Vermutlich wäre ich mit dem Garten überhaupt nicht angefangen, aber die Kids wollten ihre Samen einpflanzen. Und dann habe ich gedacht, ich mache einfach weiter.  Und sonst habe ich Gartenarbeit gehasst. Aber jetzt macht es beinahe Spaß. Vielleicht weil es nicht so heiß ist, oder weil ich es nicht machen MUSS, sondern es freiwillig mache. 


Mittwoch, 30. April 2014

Sauðarkrókur

Júliíus und die Kids sind Freitag losgefahren, um seine Eltern wieder im Westen zu besuchen. Also habe ich die Chance genutzt, ein anderes Au-Pair im Nordwesten zu besuchen. Da wir erst um 15:00 Uhr losgefahren sind, war ich erst gegen 19:30 Uhr bei Sarah in Sauðarkrókur. Wir haben dann noch vier Stunden bloß geredet. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Dementsprechend tat auch mein Hals am Schluss weh.

Aber die Nacht war nicht so schön. Die Matratze war eindeutig zu dünn. Ich habe wirklich auf dem Boden geschlafen.
Am Samstag haben wir dann die Schwester von meinem Gastopa besucht. Die hat Sarah auch gleich angeboten, sie mitzunehmen, wenn sie wieder nach Gunarsstaðir kommt. Und außer einer kleinen Stadtbesichtigung ist auch nicht mehr passiert.


Das älteste Hotel Islands
Am Sonntag waren wir dann in Hofsós. Einem kleinen Dorf mit einem wunderschönen Schwimmbad. Das Schwimmbad ist direkt am Meer. Man hat also eine wirklich tolle Aussicht. Und obwohl das Schwimmbad, meiner Meinung nach, von außen etwas hässlich ist, ist es von innen doch recht schick modern.


wunderbarer Blick auf das Meer
Im Anschluss waren wir dann in Hólar. In Hólar ist oder war einer der beiden Bischofssitze Island und ist damit ein historisch bedeutender Ort. Dementsprechend gibt es dort auch einen "Dom". Eigentlich mehr eine kleine Kirche. Auch eine Hochschule und ein Islandpferde-Museum gibt es dort. Aber wie alle Museen hat das noch geschlossen. Und dann gibt es dort noch ein altes kleines Torfhaus.









Wieder in Sauðarkrókur sind wir dann auf so eine Jobmesse oder ähnlichem gegangen. Ich habe dort an etlichen Gewinnspielen teilgenommen. Aber natürlich nichts gewonnen.

Am Montag hat Júlíus dann für mich kurz in Varmahlið angehalten. Auch hier gibt es ein Torfhaus, Aber wesentlich größer, was den Reichtum der Eigentümer zeigt.


In Akureyri habe ich mir dann einen neuen Laptop gekauft und war mit den Kids in der Mall. Bereits von Júli haben sie eine neue DVD und Schmuck bekommen und ich habe ihnen dann noch Spielzeug und ein Eis gekauft und später gab es dann noch (hässliche) Sonnenbrillen. Also Geschenke gab es jetzt erst mal genug.

Júli musste dann in Akureyri noch in ein paar Geschäfte und anschließend der Großeinkauf bei Bonus. Ich habe mich dann anderweitig mit den Kids beschäftigt und nachdem Júli bereits eine Stunde bei Bonus war, habe ich ihn dann angerufen und gefragt, wie langer er noch braucht. So eine Stunde. Wir sind dann hin gelaufen und mit unserer Hilfe haben wir noch zwei!! weitere Stunden gebraucht. Wir waren dann also erst um 18:30 Uhr in Akureyri fertig und dementsprechend erst um 23:00 Uhr wieder zu Hause.

Wir haben dann in Akureyri einige Blumensamen gekauft und Berghildur wollte sie gestern schon aussäen. Wie gut das wir es nicht gemacht haben. Es hat heute nämlich schon wieder geschneit.

Gestern habe ich dann meinen neuen Laptop gestartet und wollte meine ganzen Bilder von den Backup-DVDs haben. Und zwei von den fünf DVDs funktionieren nicht. Und genau auf einer dieser beiden DVDs sind meine ganzen Islandbilder drauf. Ich habe also nur noch die Bilder von Weihnachten bis jetzt, die noch auf meiner Kamera waren.

Jetzt mache ich mir ständig Vorwürfe, das ich nicht nur die Bilder und Dokumente gesichert habe. Der alte Rechner hat nämlich so viel Kram gesichert, was ich alles überhaupt nicht haben wollte. Hätte der das alles weggelassen, hätten die Fotos alle auf eine DVD gepasst. Oder hätte ich mal die Fotos von Omas Geburtstag oder goldenen Hochzeit gelöscht. Dann wären die Islandbilder wahrscheinlich gerade noch auf der funktionierenden DVD gewesen. Aber andererseits ist es jetzt echt gut, das ich den Blog habe. So sind wenigstens noch einige Bilder da. Aber halt nicht die ganzen Bilder von den Kids und mir. Das ist alles so blöd.


Donnerstag, 24. April 2014

Sommeranfang und Klamotten

Die Islænder haben so einige merkwuerdige Feiertage, wie den Tag der Frauen oder Mænner. Heute ist Sommeranfang und anders als in Deutschland ist es hier ein festgesetzter Feiertag. Alles hat geschlossen und alle haben einen freien Tag. Wir werden den Tag damit verbringen, den Garten etwas zu verschönern. Schliesslich fængt jetzt ja der Sommer an.

In meienr Gastfamilie ist es ueblich, das die Kinder ein "Somemrgeschenk" bekommen. Also Spielzeug fuer draussen. Z.B. ein Fussball oder Inlineskater. Dieses Jahr fællt das Somemrgeschenk aber aus, da die Kids ueber Ostern ja in Norwegen waren und dort neue Klamotten bekommen haben. In Island gibt es næmlich kein H&M. Wenn man also ins Ausland fæhrt oder Besuch aus dem Ausland bekommt, gibt es immer Kleidung vom guenstigen H&M.
Auch ich habe eine Kleinigkeit bekommen. Ein Schal....und sehr viel Schokolade. Wann soll ich das alles essen???


Da die Kids wissen, das ich gerne weisse Schokolade und Toblerone esse, wurde das kombiniert. Aber musste das so viel sein?? In dieser Packung sind sechs Reihen Toblerone drin. Den Schal finde ich recht schick. Ich bin froh, das die Kids meinen Geschmack getroffen haben. Deren neuen Klamotten gefallen mir næmlich ueberhaupt nicht.


von links nach rechts:
Kleid, T-Shirt, Sweatshirt, Leggins
Vor allem das Kleid und das T-Shirt. Beim T-Shirt sind mir persönlich viel zu viele Blumen. Und sonst kein freier Platz.

Allgemein haben die Islænder einen interessanten Modegeschmack. Ich siehe NIE Frauen in Jeans. Vielleicht eine von Hundert trægt eine Jeans. Und die sind meistens etwas ælter. Frauen und Kinder tragen hier nur Leggins oder auch enganliegende Sporthosen. Vor allem im Winter finde ich das etwas kalt. Aber Jeans sehe ich nie. Und je farbenfroher und bunter die Leggins sind, desto besser.

Ueber das Wochenende geht es Richtung Westen. Ich hoffe, auf dem Rueckweg in Akureyri einen neuen Laptop kaufen zu können.

Dienstag, 22. April 2014

Islændische Ostern

Zu aller erst einmal, falls euch die merkwuerdige Schreibweise aufgefallen ist: ich schreibe gerade vom islændischen PC, wo es ausser dem ö keine deutschen Buchstaben gibt. Bei meinem Laptop ist næmlich die Hardware kaputt, weswegen er gerade auf den Weg nach Akureyri oder Reykjavik ist.

Da Sirry mit den beiden ælteren Mædels in Norwegen war, war dieses Ostern wirklich sehr ruhig. Und halt auch etwas anders. Da Dagbjört zu Beginn letzter Woche so krank war, das ich mit ihr nicht rausgehen konnte, habe ich die Kinder-freihe-Zeit genutzt, die Kinderzimmer komplett aufzuræumen und auszumisten. Die Kids hassen mich jetzt bestimmt.
Und ich konnte kochen und backen, wie es mir gefællt (Die Kids essen recht wenig). So gab es letztens Huehnerfrikassee. Und Erdbeer-Kæse-Schokokeks-Torte.


Ostern wird hier ganz anders gefeiert. Zwar haben die Geschæfte Donnerstag bis Montag geschlossen, nur Samstag sind sie auf, aber Gruendonnerstag oder Karfreitag haben ansonsten keine Bedeutung. Bemalte Ostereier oder gar den Osterhasen gibt es hier nicht. Genauso wenig wie ein Osterfeuer oder das Eier suchen.
In Island schenkt man sich gegenseitig grosse Schokoeier. Einige Familien verstecken diese Eier wohl im Morgen, aber das ist eher unueblich. Meistens gibt es diese Eier am Fruehstueckstisch, damit die Kinder nicht so lange nerven.
Diese Schokoeier sind komplett mit Suessigkeiten gefuellt, haben einen kleinen Spruch, æhnlich wie bei Gueckskeksen, und sind immer leicht kitschig geschmueckt.


Die Verpackung von diesem Ei war riesig, aber so gross
ist das Ei gar nicht, siehe Kaffeekannenvergleich.
Aber 900g schwer.

Der Inhalt des 900g Eis. Und da die Islænder Lakritz lieben,
ist 3/4 des Telelrs Lakritze, so wie diese Kugeln.
Mein Spruch bedeutet soviel wie:
Vernuenftige Menschen ændern ihre Meinung, aber Idioten nie.


Zum Mittag habe ich dann Schaf mit Rosmarin-Kartoffeln und in Bacon eingewickelten Spargel gemacht. Eigentlich wollte ich gruene Bohnen statt Spargel machen, aber die gab es nicht.
Zum Nachtisch dann Himbeer-Hase und zum Nachnachtisch nochmal Schokoei.

 

 Zum Kaffee gab es dann ein Familien-Traditionskuchen. Der war folgendermassen aufgebaut. Boden-Sahne-Schokocreme-Baiser-Sahne-Schokocreme. So extrem suess.


Und gestern war wieder ein ganz normaler Tag hier bei mir. Und das ganze Wochenende habe ich "Das Gelbe vom Ei" von ffn gehört. Das war vielleicht merwuerdig, so viel Deutsch zu hören. Und immer wenn Júli im Haus war, kam ein merkwuerdiges deutsches Lied. Jetzt hat er eine beinahe schlechte Meinung von der deutschen Musik.

Donnerstag, 10. April 2014

Árshátíð

Heute war Árshátið in Þórshöfn. Es bedeutet ganz einfach "Jahresfeier".
Dabei hat die ganze Schule etwas von H. C. Andersen aufgeführt. Däumelinchen, Tölpel-Hans, Prinzessin auf der Erbse und Des Kaisers neuen Kleider.
Die 10. Klasse hat ein Video mit verschiedenen Andersen-Märchen gemacht, in das sich aber auch Grimm-Märchen eingeschummelt haben. Im ganzen recht lustig.




Sirry sagte gestern, dass es jetzt ein Isländisch-Kurs geben soll. 4 stunden die Woche, 7 Wochen lang. Aber sie meinte auch, das die Lehrerin weiter am Anfang beginnen will. Und das ist für mich etwas zu langweilig. Da kann ich das Geld lieber für die Zeit sparen, wenn ich in Reykjavik bin. Ich habe nämlich Lust in der Kontinentalspalte zu schnorcheln. Tauchen wäre noch schöner, aber dafür braucht man einen Tauchschein.
Für alle Fragezeichen jetzt: Die Eurasische und die Amerikanische Kontinentalplatten driften genau unter Island auseinander. Und es gibt, soweit ich weiß, nur zwei Stellen auf der Erde, wo dieser Drift sichtbar ist. Und die eine ist halt in Südisland. Und auch wenn es mit 150€ schön aufs Portmonnaie schlägt, muss ich es einfach machen. Das ist einfach einmalig und ich werde sowas bestimmt nie wieder machen.

Dagbjört hat sich gestern einfach  auf die
Stufen gesetzt und auf mich gewartet.
Ásgerður, die Ältere, habe ich dann dazu gerufen.
Die Wolken(?) sehen aus wie Windhosen.


Sonntag, 6. April 2014

Ostervorbereitung und Autocrash

Da Sirry über Ostern mit den beiden älteren Kids in Norwegen ist, haben wir gestern etwas zu Ostern gemacht.
In Island gibt es zu Ostern nämlich nur Schokoeier, keine bemalten. Also habe ich in der letzten Woche ständig Eier ausgepustet. Und gestern haben wir sie dann bemalt. Wir haben sie erst in Lebensmittelfarbe getaucht und dann mit Filzstiften angemalt. Die Kids haben sich so gefreut.


nur schwer zu erkennen, aber das Ei unten rechts ist zweifarbig:
erst rot gefärbt, etwas abgeklebt und dann blau gefärbt

Danach sind wir ins Schwimmbad gefahren, doch schon vorher gab es ein kleines Problem. Bei unserem Volvo fehlte Kühlflüssigkeit, weswegen ich das Auto von Gréta genommen habe, da sie gerade in Schottland ist und wir haben dann das Auto bekommen. Ich wollte also ausparken und habe Júlíus Auto übersehen. Kabumm! Die Stoßstange am Heck von Grétas Auto ist etwas verrutscht und die Plastikkappe von dem einen Licht etwas zerbrochen. Aber Júli sagt, er könnte es ohne Probleme richten. Wie gut, dass er gelernter Automechaniker ist, soweit ich weiß. Und Júlis Auto ist eh ne Klapperkiste und er meinte, das eingedrückte Nummernschild richtet er mit dem Hammer. Glück gehabt.

Am Nachmittag wollten wir dann Schokoeier machen. Das hat aber nicht so gut geklappt. Die wollten einfach nicht aus der Form. Na toll. Also wurde die Schokolade mit dem Messer rausgekratzt und am Abend zum Film gegessen.

Sirry war dann am späten Nachmittag mit Dagbjört und Björgvin, Grétas Sohn, draußen. Und Björgvin, 2 Jahre, ist ein Chaot. Ich bin froh, dass ich nicht auf ihn aufpassen muss.

Wir wollen raus!!
Als Sirry dann wieder rein gekommen ist, habe ich gesehen, das er getrocknetes Blut im Haar hat. Als wir dann das Blut entfernt haben, konnte man sehen, dass da ein Riss und eine Beule ist. Was tun? Sirry hat dann den Arzt angerufen und der meinte herkommen. Es musste tatsächlich genäht werden.
Mehr ist zum Glück nicht mehr passiert. Was für ein Tag!

Mittwoch, 2. April 2014

Frühling!!

Es ist kaum zu glauben. Vorletztes Wochenende hatten wir das komplette Schneechaos und letzten Sonntag konnte man auf T-Shirt auf der Terasse sitzen. Aber nur, wenn es windstill war.
Das Thermostat zeigt nämlich immer noch nur knappe 5°C an. Trotzdem sind die Fliegen schon wieder da. Aber sehr seltsame Fliegen. Sie nerven erst ein bisschen und sterben dann. Sind aber größer als Eintagsfliegen. Aber was Sirry mir so gesagt hat, ist es nicht unwahrscheinlich, das es bald wieder weiß wird. Dann sterben ja auch die Fliegen wieder.

Wieder zum Wochenende. Wir waren am Samstag bei dem Wetter schön am Strand und ich saß den ganzen Sonntag draußen. Als ich dann mein Buch zum 10. Mal beendet hatte, habe ich dann an Papas Socke weitergestrickt. Meine erste Socke. Ich hoffe, sie ist nicht zu klein. Die andere Hälfte ist auch schon in Arbeit.

Schlicht blau. Ich wollte erst noch Sterne
oder Schneeflocken drauf machen.
Diese Wolle hällt wirklich warm. Falls Papa an kalten Tagen jagen gehen sollte.
Ich habe mir auch schon einen zweiten Pulli rausgesucht, den ich machen möchte. Der ist aus der selben Wolle. Den Pulli den ich jetzt habe, ist aus "leichter", also dünner Wolle. Der ist auch nur so warm, weil er kratzt und man deswegen noch etwas anderes drunter anziehen muss. ;)

Ich war gestern am Eier auspusten. In Island gibt es nur Schokoeier und keine echten angemalten. Dazu an Ostern mehr.
Auf jeden Fall wollte ich mit den Kids welche anmalen und bei dem einen Ei wurde ich etwas misstrauisch, als ich das Loch reingestochen habe. Normalerweise ist das Loch gelb, dieses war schwarz. Als ich es dann ausblasen wollte, kam da etwas zähflüssiges rotes raus. Ich glaub, das war ein Küken. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, das ich das Ei nicht aufgeschlagen habe.