Sonntag, 22. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Gáttaþefur (Türenschnüffler)

Gáttaþefur ist der elfte Geselle, der letzte Nacht gekommen ist. Er hat eine lange Nase und kann Laufabrauð bis in die Berge riechen. Dann kommt er in die Städte getrippelt, folgt dem schwachen Geruch und steckt seinen Kopf durch den Türspalt, um den Geruch zu genießen.


"Statt zu schleichen, suchen, kriechen,
benutzt er die gute Nase zum Riechen.
Wo beute ist, hat er schon erraten,
hoch in den Bergen riecht er den Braten.
Zielsicher geht er direkt an die Tür,
die richtige, dafür hat er Gespür."


Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Samstag, 21. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Gluggagægir (Fenstergucker)

Gluggagægir ist der Zehnte. Er schleicht ums Haus um durch die Fenster ins Haus zu spähen.Oft wünscht er sich, etwas zu nehmen was er sieht, und wer weiß, wie oft er es auch bekommt.


"Im Mondschein läuft er von Hof zu Hof,
er sucht kein Essen, das findet er doof.
Am Fenster zu lauern und Fratzen zu schneiden,
die Menschen erschrecken, das mag er leiden.
So manches Kind wird furchtsam und flieht,
wenn er seine schlimmsten Grimassen sieht."


Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Freitag, 20. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Bjúgnakrækir (Würstchenklauer)

Bjúgnakrækir ist der neunte Weihnachtsgeselle und äußerst flink. Er klettert auf die Dachsparren wo die Würstchen hängen und isst dort sein Festessen.
Jedoch werden die Würste in den Häusern über die Jahre weniger. Er hat aber seine Wege, um daran zu kommen.


"Er wird vom Hunger angetrieben,
wie alle, die nur das Essen lieben,
bis er sieht, wo in großen Mengen
die wohlriechenden Würstchen hängen.
Es genügt ihm nicht, sie anzuschauen,
er kriecht hinein, um sie zu klauen."


Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Skyrgámur (Skyrfresser)

Das er so sehr auf Skyr steht, kann ich sehr gut verstehen. Das ist vermutlich das, was ich am Ende dieses Jahres am meisten vermisse. Kann man das nicht auch in Deutschland einführen? Skyr ist ein Quarkähnliches Milchprodukt. Neben dem Naturskyr gibt es dann noch andere Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Erbeer, Karamel ...

Skyrgámur ist der Achte. Er ist groß, stark und gierig nach Skyr. Wenn er Skyr-Fässer sieht, isst er, bis er aufgebläht ist.


"Der Gierigste von diesen Schalken
versteckt sich oben auf dem Balken,
bis die Mägde zu Abend kochen,
dann kommt er schnell hervorgekrochen.
Der Kater blickt böse auf diesen Schmaus,
das ist doch Skyr, hier ist keine Maus."


Mein Lieblings-Skyr: Melone-Maracuja. Obwohl ich keine Melone mag, aber der Skyr ist echt gut..


Bild und Infotext: http://jolamjolk.is/jolasveinarnir/skyrgamur/
Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Hurðaskellir (Türenknaller)

Also den möchte ich jetzt wirklich nicht haben.

Hurðaskellir ist der siebte der Weihnachtsgesellen. Er macht viel Lärm und stört die schlafenden Leute.


"Die Leute schlafen, es ist schon Nacht,
da hockt er vor der Tür und lacht,
diese spitzbubenhafte,üble Gestalt,
die Türen zuknallt, mit roher Gewalt.
Der Hund ist froh, das niemand sieht,
wie er bestürzt in Sicherheit flieht."



Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Dienstag, 17. Dezember 2013

Egilsstaðir Nr.2

Am letzten Wochenende war ich wieder in Egilsstaðir. Diesmal aber nicht alleine, sondern mit der ganzen Familie. Weihnachtsshopping.
Wir sind dann Samstag früh losgefahren, so dass wir gegen Mittag bei Júlíus' Schwester waren. Nach einem kleinen Mittagessen ging es dann in einen "Wald". Dort haben wir unserem Tannenbaum dann selber geschlagen. Aber keine Tanne, wie ich es kenne, sondern eine Kiefer. (Ich hoffe das sind jetzt die richtigen Namen). Sirry findet Kiefern schöner. Geschmackssache.



Im Anschluss waren wir dann auf einem kleinen Weihnachtsmarkt. Dort haben wir auch das Essen für den 23.12 eingekauft. Es wird Rochen geben. Und der soll so bestialisch stinken. Mal sehen ob ich das essen kann.

ein Elch aus Tannenzweigen
Am Abend haben wir dann ein kleines Weihnachtsfest gemacht. Es gab, wie es traditionell am 25. und 26.12 ist, Hangikjöt. Geräuchertes Lammfleisch. Das wird allerdings kalt gegessen. Nicht so mein Fall. Und dazu dann Laufabrauð. Schmeckt auch mit Butter nicht besonders.

Am Sonntag haben wir dann noch das restliche Weihnachtsshopping gemacht, und weil es bei uns ja so teuer ist, noch ein Großeinkauf bei Bónus. Aber ich glaube, da haben wir weniger eingekauft als beim letzten Mal.
Ich habe sogar originalen deutschen Stollen ergattert.

Die Katze von Júlis Schwester: Skuggi (Schatten).
Ich habe sie Fat-Cat genannt. Die war wirklich fett.

Die isländischen Weihnachtsmänner - Askasleikir (Suppenschlürfer)

´Askur` ist ein hölzerner Essnapf, aus dem früher gegessen wurde.

Askasleikir ist die Nummer sechs in der Reihe der Weihnachtsmänner. In den vergangenen Jahrhunderte, als die Menschen aus dem ´Askur`aßen, versteckte sich der Weihnachtswichtel unter den Betten. Wenn nun die Hunde und Katzen die Reste bekamen, hat sich Askasleikir zuerst den ´Askur` geholt und alles aufgeleckt.


"Er wartet gern bei Mädchen und Knaben,
bis sie endlich gegessen haben.
Unter dem Bett mit knurrendem Magen
sieht er zu mit Wohlbehagen
und wenn die Kinder was übrig lassen
dann springt er zu, um es zu fassen."


Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Montag, 16. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Pottaskefill (Topfschaber)

Pottaskefill oder Pottasleikir ist der fünfte Weihnachtsmann. Er schabt oder leckt die Reste aus den Töpfen. In älteren Quellen wird er auch nur Schaber genannt.


"Sollte man, statt aufzupassen,
den Topf mal aus den Augen lassen,
da kommt er mit den flinken Tatzen
die Reste aus dem Topf zu kratzen.
Es kann ihm passieren, diesem Narren,
sogar ein Loch in den Boden zu scharren."


Gedicht: isländischer Weihnachstkalender

Sonntag, 15. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Þvörusleikir (Kochlöffellecker)

Þvörusleikir ist der Vierte der Gesellen und sehr schmal. Er liebt es, die Kochlöffel abzuschlecken und sie aus dem Topf zu klauen, wenn der Koch weg ist.


"Lang und dürr, wie ein Kellenstiel, 
so ist er, denn er isst nicht viel.
Er will kein großes Stück erhaschen,
nur schnell was von der Kelle naschen.
Er hat sich oft, das klingt bekannt,
dabei das Leckermaul verbrannt."



Gedicht: isländischer Weihnachtskalender

Samstag, 14. Dezember 2013

Die isländischen Weihnachtsmänner - Stúfur (Stöpsel)

Stúfur ist der dritte in der Reihe der Weihnachtsmänner und auch der Kleinste, wie der Name schon sagt. Er liebt die angebrannten Reste in den Pfannen.

Die 13 Weihnachtsmänner machen ja nur Unfug, aber was daran jetzt so schlimm sein soll, weiß ich nicht. Ich wäre über die gesparte Arbeit froh. Außer vielleicht, wenn er eine Pfanne klaut, falls Jemand kommt. Das wäre nicht so toll.


"Gerade weil so klein geraten, 
giert es Stöpsel nach dem Braten.
In des Hungers Zauberbanne
starrt er auf die große Pfanne.
Er wartet nur auf Gelegenheit,
dann stibitzt er eine Kleinigkeit."


Kommt da wer?
Gedicht: isländischer Weihnachtskalender